Gewöhnungsphase eröffnet

Derzeit sieht es am Schießstand aus, als wäre eine Horde mutierter Maulwürfe über das Gebäude hergefallen: Gesetzliche Erfordernisse und das ständige Kauen des Zahns der Zeit an der Bausubstanz machten es erforderlich, die ganze Bude mal „auf links zu krempeln“, um auch weiterhin den Schießbetrieb zu ermöglichen.

Durch den Umbau wird am Ende eine zeitgemäße Anlage zum Schießen mit Laser-Gewehren entstehen, womit die seit Jahren immer wieder aufkommenden Diskussionen um die rechtliche Bewertung der Tätigkeiten unseres Traditionsvereines ein Ende haben werden. Nun liegt das Vereinsleben aber auch in der Umbauphase nicht brach, das regelmäßige Kompanieschießen sollte also trotzdem stattfinden: Freundschaft mit anderen Vereinen zahlt sich aus, und so konnten die Trainingswilligen der Altstadtkompanie die Anlage des SSV Bad Driburg am Iburg- Stadion „ausleihen“. Wurde bisher bei uns mit Kleinkaliber-Gewehren auf eine Distanz von 50 Metern geschossen, konnte im Haus des SSV schon einmal ausprobiert werden, wie unsere Zukunft aussehen wird: Der Stand wird nur noch 10 Meter lang sein, und die vom SSV verwendeten Luftdruckbeschleuniger für Bleiprojektile haben beim Schießen kaum einen Rückschlag, was den demnächst bei uns verwendeten Laser-Gewehren schon recht nahe kommt. Wer aber denkt, er hätte bald beim Schießen ein leichtes Spiel, dem sei gesagt, dass proportional zur geringeren Schießdistanz auch die Ziele kleiner werden: Schleuderte man bisher bei uns die Bleiklümpchen auf Bratpfannen- große Ziele, wird sich der eine oder andere Teilnehmer demnächst womöglich fragen, was das für ein Fliegendreck auf den Schießkarten sein soll …

Etwa 50 Leute fanden sich in der Lokalität zum gemeinschaftlichen „Eingewöhnen“ zusammen. Das zahlreiche Erscheinen der Interessierten nutzte unser Haupti sogleich, um die Mädels und Jungs der Kompanie auch weiterhin zur Hilfe bei den Bauarbeiten zu motivieren, denn jeder in Eigenregie gemachte Handschlag entlastet die Vereinskasse der Gilde!

Parallel zum Schießbetrieb begann dann auch schon die Party, denn im Haus  des SSV lässt sich gut feiern. So legte man unter andem zu Schlagern aus der Wirtschaftswunderzeit zunächst in mühsamer Kleinarbeit die vorhandenen Bierfässer trocken, so dass man auf Handgranaten umsteigen musste, und ließ das Kompanieschießen langsam ausklingen. Wobei der „Klang“ noch ziemlich lange nachhallte: Der Betrieb im Schießhaus am Stadion ging bis etwa 2 Uhr weiter!

 

IB