Bunte Eier und kühle Granaten

Das Osterfest der Altstadtkompanie ist ein Event für die ganze Familie. Diesen Anspruch konnten die Organsiatoren um Hauptmann Rüdiger Böger auch in diesem Jahr wieder erfüllen: Kaffee, Kuchen, Gegrilltes und Kaltgetränke mundeten jeder Altersklasse.

Während die Herren der Schöpfung sich an der stahlbewehrten Freiluft- Proteinveredelungseinrichtung verlustigten und die Kinder bunte Eier suchten, die teils natürlichem, teils industriellem Ursprungs waren, konnten die von manchmal anstrengenden Anhängen (Männer und Kinder) befreiten Damen ein gemütliches Schwätzchen halten. Etwa 35 Gäste trafen sich zum Frühlingserwachen unter dem Holzadlerhorst.

Wenn „50 Shades of Grey“- Fans beim Verstecken beteiligt sind, entstehen solche „Bondage- Objekte“

Jedes Jahr ist es ein großer Spaß für die Mitglieder, am „Granatensuchen“ teilzunehmen: Dabei müssen nach dem Startsignal im Gelände versteckte Bügelflaschen der „Brauerei Strate“ gefunden werden. Hatte einer der Suchenden solch eine Ein-Mann-Ration gefunden, musste er damit zum Startpunkt zurück und den Gerstensaft ordnungsgemäß verwerten, bevor der Fund gezählt wurde und er weitersuchen durfte. Um die Sache noch spannender zu machen, wurden zwei Flaschen „Detmolder Kirsche“ als Joker versteckt. Die Finder durften sich über zwei Extrapunkte freuen.

Besonderen Grund zur Freude (oder eher: zur Belustigung der nicht betroffenen) gab der Fund zweier „verlorener Söhne“ aus dem vergangenen Jahr. Da man aber selbst abgelaufenem Bier die letzte Ehre erweisen muss, sollten auch diese Behälter regelkonform getrunken werden. Allerdings kniffen die Finder, so dass diese Flaschen nicht im Wettbewerb berücksichtigt werden konnten. Schade. Zumal Toilettenpapier für eventuelle Spätfolgen eines Verzehrs ausreichend vorhanden gewesen wäre. Vielleicht hatte dadurch jemand den Sieg verschenkt? … Letztendlich konnte sich Tommek Stoltmann die Lorbeeren für das beste Näschen und den schnellsten Zug einheimsen.

Allerdings wurden in diesem Jahr nicht alle Flaschen durch autorisierte Teilnehmer wiederentdeckt: Nachdem die ausgelassene Geländeübung beendet war, konnte Julius Mertens bei einer intensiven Nachsuche, die bis in den Abend hinein dauerte, noch ein vergessenes Behältnis finden und stolz dem Kompaniechef übergeben. Da er allerdings noch zu jung war, durfte Julius seine Beute natürlich nicht selbst verkosten. Durch seinen Einsatz wird es im nächsten Jahr dann wohl keine „verlorenen Söhne“ mehr geben.

Kompaniemitglieder, deren Familien und Gäste hatten noch bis in den späten Abend hinein bei bestem Frühlingswetter einen tollen Gemeinschaftsnachmittag, bei dem Freundschaften geknüpft und verfestigt wurden.

IB