Das Oster- Special der Zweiten: Granatensuchen im Gehölz

Auch in diesem Jahr wurde für die Familien der Kompaniegetreuen ein „Oster- Special“ ausgerichtet: In der Schießhalle war es gemütlich hergerichtet, der Kaffee duftete, und selbstgebackener Kuchen wartete auf die verzehrwütige Menschheit. Für die, denen eher das Deftige liegt, wurde Kuchen- Ersatz vom „Sus scrofa domestica“ auf einer ehernen Feuerstelle positioniert und bis zum Erreichen der Verzehrgarstufe mit Hitze beaufschlagt. (Andere würden auch platt sagen, wir hätten bloß Schwein gegrillt …)

Die Kinder konnten bei bestem Wetter spielen, und auch für die Erwachsenen wurde es spannend: Mit leichter Verspätung wurde das „Granaten-Suchen“ eröffnet, da der Vorjahressieger nicht „inne Pötte“ kam. Nach einem scharfen Anpfiff hetzte die Meute dann los zur Jagd: Auf dem Gelände waren für die Teilnehmer fünf Kästen der detmolder Hopfenschorle versteckt worden.

Nicht ganz so feierlich präsentiert, aber mindestens so sorgfältig versteckt wurden die Flaschen.

Keck glänzten die Glasbehälter im Gras oder lugten verstohlen aus dem Buschwerk hervor, auf dass sie möglichst schnell  gefunden würden. Die diesjährigen Aspiranten auf den Titel des „Ostergranaten- Königs“ mussten, sobald sie eine Flasche gefunden hatten, damit zum Startplatz zurückkehren, den Inhalt des Fundstückes der sachgerechten Verwertung und das Pfandgut wieder dem bereitstehenden Rähmchen zuführen, bevor es erneut auf die Suche gehen konnte. Das Terrain war nicht einfach, und so gab es sogar einen Verletzten zu beklagen: Nach einer übermäßigen Dehnung des rechten Flunkens schied ein Teilnehmer aus. Für diese körperliche Leistung war der Aspirant anscheinend nur ungenügend vorbereitet ins Rennen gegangen. Bei allem Ernst ist so ein Wettbewerb eben kein Spaß … 😉

Beachtlich war auch die Leistung der Damen, die ihren männlichen Kollegen entgegen aller Klischees in nichts nachstanden, mit ihren Fundstücken elfengleich zwischen den eher bäuerlich durchs Geäst brechenden Kollegen hindurchtanzten und regelmäßig in schneller Folge wieder am „Entsorgungsquadranten“ erschienen. So trieben sie den Sieger vor sich her, der es nicht einfach hatte: Nach der Schlacht hatte Marco Bruns mit 12 Flaschen seinen Titel verteidigen können. Prost.

Alsdann schmeckte zur Abwechslung auch wieder ein Tässchen Kaffee, bei dem man sich entspannt unterhalten konnte und viel Spaß hatte, bis der Abend zu Ende ging. Es ist immer wieder schön zu sehen, dass soche Veranstaltungen auch angenommen werden: Ein Verein lebt eben nur durch seine Mitgleider! Danke an alle Teilnehmer.

IB