„Aftershow- Party“ bei der II.

2015-07-14 19.13.58Das diesjährige Schützenfest ist vorbei. Darum traf sich am späten Morgen des Dienstages nach dem Volksfest  eine kleine Gruppe der Hartgesottenen, die das Schützenfest ohne größere Schäden überstanden hatten,  am Antreteplatz zum traditionellen Abschmücken der Straßen, denn: „Was rauf geht, muss auch wieder runter kommen.“

Auch dieses mal wieder voller Körpereinsatz

Auch dieses mal wieder voller Körpereinsatz

Die Wimpelketten und Straßenbanner sollten also wieder ordentlich in die Kisten verstaut werden. Doch das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung: Kurz nach Beginn der Tätigkeiten an den Dachrinnen der Langen Straße drehte Petrus die Schleusen auf, und die von Regenschauern durchnässten Wimpel konnten so nicht abgenommen und eingetuppert werden – Schimmelgefahr! Also wurden die Aufbewahrungsboxen und die Leitern zunächst wieder weggestellt, aber trotzdem alles für den alljährlichen zweiten Teil des „Abschmückens“ vorbereitet: Das „Abfeiern“.

Hüftgold vom Feinsten wurde angeboten

Hüftgold vom Feinsten wurde angeboten

Zelte und Bänke wurden aufgebaut, Grill und Salate bereitgestellt zum Resteverzehr. Denn der Kühlwagen der Firma Getränke Fischer war noch gut gefüllt vor Ort, und man wollte doch all den bestellten Hopfenblütentee und andere Erfrischungen nicht ungenutzt wieder zurück gehen lassen! Mittlerweile war es Nachmittag, und es hatten sich auch die Spätaufsteher zu den Kameraden gesellt. Viele brachten ihre Frauen und Kinder mit, Gäste anderer Kompanien fielen ein, und am späten Nachmittag beehrte uns auch noch der König mit seinem Gefolge. Am Ende feierte eine bunte Truppe um die 140 Mann mit den obligatorischen Erfrischungsgetränken aus dem Lipperland das inoffizielle Ende des diesjährigen Schützenfestes.

Damit das kühle Nass auch die richtige Grundlage bekam, gab es dazu Grilltier, Champignons in Sahnesoße und von den Frauen gemachte leckere Salate.
Abends sollte eigentlich traditionsgemäß die letzte Fahne eingeholt werden. DSC_0267Diese war jedoch wie die verbliebenen Wimpel immer noch durch die wiederholten Regenschauer durchnässt und sollte deswegen weiter am Mast bleiben, bis sie trocken war – was die Kompanie aber nicht davon abhielt, trotzdem mit einer Fahnendelegation unter schottischen Dudelsack- Klängen und der Führung des amtierenden Königs Franz Streitbürger aufzuziehen und die Arbeiten beim Abschmücken zumindest offiziell zu beenden. Wo kämen wir auch hin, wenn lieb gewonnene Rituale wegen einfacher Widrigkeiten vernachlässigt würden? Bei der Gelegenheit wurde auch fest gemacht, was sich schon vor dem Königschießen abzeichnete ( wir berichteten ): Ein Mitglied wurde amtlich zum „Wimpel- Mariechen“ der 2. Kompanie gekürt. Zu diesem Zwecke hatte man eigens ein Tütü in Vereinsfarben gefertigt und ein „Prinzesschen- Diadem“ besorgt,DSC_0288 2015-07-14 22.46.02welches ihm unter dem frenetischen Jubel der versammelten Gesellschaft angelegt wurde und er sich anschließend mit dem donnernden Schlachtruf der II. feiern ließ.
Nach dem Hereinbrechen der Dämmerung wurden bei lauer Abendluft im Zelt noch so einige Lieder gemeinsam angestimmt. Auch schottische Klänge beschallten nochmals die Nachbarschaft, und so wurde es sehr spät, bis die letzten Gäste den zum Festgelände umfunktionierten Antreteplatz in der Driburger Türkei gut gelaunt verließen.

(IB)